„Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert.“

„Der Alchimist“, Paulo Coelho

 

Das hawaiianische Wort Mahalo steht für Dankbarkeit, Bewunderung, Wertschätzung und Respekt. Ich danke dem Jahr 2017 dafür, dass ich jeden Tag erleben durfte. Mal war der Tag gut, mal war ich froh, wenn er endlich vorbei war. Dennoch ist jeder Tag es wert, die kleinen Dinge zu sehen und zu schätzen. Ich konnte in diesem Jahr einen meiner Träume verwirklichen: eine längere Reise. Eine Reise an Orte voller Wunder, die mir Gänsehaut trotz tropischer Hitze bereiteten oder mich sprachlos leise „Danke“ sagen ließen. In diesem Sinne:

MAHALO 2017!

Ich legte in diesem Jahr viele Kilometer in Flugzeugen zurück, durfte einen Sternenhimmel bewundern, der klarer nicht sein kann. Ich habe die Milchstraße gesehen, die über meinem Kopf funkelte. Ich habe gesehen, dass der Saturn wirklich von einem Ring umgeben ist und sich um den Jupiter viele kleine Monde drehen. In Mexiko umflatterten mich Monarchfalter, die für die Jahreszeit eigentlich zu früh dran waren. Auf Oahu saß ich neben Meeresschildkröten im Sand. Tiere, die mich schon immer faszinierten. Jeden Abend zur selben Uhrzeit begrüßten mich kleine grüne Papageien, die für eine halbe Stunde lauthals über die Insel flogen, um sich anschließend in einer Palme niederzulassen. In die Nacht begleitete mich ein Chor aus Singvögeln. Sobald die Sonne aufging, waren sie verschwunden. Kolibris schwirrten umher und dank Mario aus Vancouver, der uns jeden Tag mit frischem Kuchen versorgte, weiß ich nun, wie man am besten das Zuckerwasser für die farbenfrohen Tierchen mischt.

Trinke ich Kona-Kaffee, werde ich mich noch lange an Buck erinnern, der uns in seine „Ohana“, seine Familie, aufgenommen hat. Jeden Morgen gegen halb 8 wurden wir mit frischem Kaffee und einem „Good Morning!“ geweckt. Unser persönlicher Gecko war stets schneller als wir und freute sich über die Sahne und den Zucker. Da ich gerade bei Getränken bin: Das beste Kokoswasser gibt es auf Hawaii! Ich weiß, wovon ich spreche. Meine Testphase beendete ich an dem Tag, an dem ich die große, blaue Dose aufzog und feststellen musste, dass es kein besseres Kokoswasser auf der Welt geben kann. Hawaii zeigte mir andere Lebensentwürfe und ließ mich eintauchen in das „Aloha“. Leider bleibt neben dem Feeling, Teil des „Jurassic Park“ zu sein, auch die Erkenntnis, dass wir Menschen besser auf unsere Umwelt achten müssen. Die Strände sind sauber, aber nur durch die Bemühungen der Menschen, die den Müll anderer mitnehmen und entsorgen. Dabei wäre es so einfach…

Ich fand einen Avocadobaum, weiß nun endlich, wie es sich anfühlt, mit einem Helikopter zu fliegen, durfte die besten Mangos und Papayas essen, habe Tacos überlebt und eine bezaubernde kleine Mexikanerin kennengelernt, bei der man schnell sein muss, sobald besagte Avocados in ihrer Reichweite stehen. Weiß nun, wie es ist, in einem Tesla zu fahren, dass in Mexiko gefühlt 4500 unterschiedliche Maissorten wachsen, dass der „Hulapie“ nicht nur was für die Hüfte ist und dass Buchläden in New York eine Reise wert sind. Ich wurde durch Menschen inspiriert, die ihren eigenen Weg gehen und nicht „DEN“ Weg, habe die Kraft der Natur gespürt und weiß nun, wie eine Plumeria riecht. Ich bin 35 geworden, darf mich Tante eines perfekten Wunders nennen und habe Hogwarts aus nächster Nähe betrachtet. Ich habe festgestellt, dass ich unbedingt Spanisch lernen muss und dass Mexiko ein Land voller Farben, Klänge und Gastfreundschaft ist. Das mexikanische Essen hat einen großen Platz in meinem Herz eingenommen. Fan der zahlreichen Telenovelas werde ich vermutlich aber nicht. Ich bin neugierig auf die Welt, bin gewachsen und habe wieder einmal festgestellt, dass ich auch ganz gut mit mir alleine zurechtkomme.

Kakerlaken werden nicht meine Freunde, aber San Francisco ist es geworden. Ich weiß nun, dass Texas eine Reise wert ist, auch wenn ich in einer der schönsten Städte Deutschlands leben darf. Ängste haben keinen Platz und ich arbeite stetig daran, meinem Kopf zu zeigen, dass er keine Angst haben muss, denn eigentlich möchte der Großteil der Menschheit nichts Böses. In Boston wollen sie eh alle nur Football spielen. Ich lernte, die kleinen Dinge noch mehr zu schätzen, dankbar zu sein, dass ich gesund bin und die Welt erleben darf, dass ich eine wunderbare „Ohana“ habe und dass man sich auch am anderen Ende der Welt zu Hause fühlen kann. Ich wurde in diesem Jahr inspiriert, meinen Weg zu gehen, denn „DER“ Weg ist nichts für mich. Ich möchte neugierig bleiben und weiter wachsen.

 

Aloha 2018!